Andreas Blog zur Reise um den Stiefel

2013 05 19 Framersheim - Happy Landing

Wir sind wieder da, alle sind gut zuhause angekommen. Einen Tag früher als geplant, wegen des schlechten Wetters. Wir haben am Donnerstag Abend zusammen Nachrichten gesehen und uns abgesprochen, dass es keinen Sinn macht, bei Regenwetter durch die Berge zu fahren. Also Autobahn mit einem Zwischenstopp kurz vor dem St. Gotthard Tunnel. Die meisten Pässe sind sowieso zu. Auf dem St. Gotthard Pass hat es letzte Woche 1m Neuschnee gegeben. Wir machten 2 Teams: Lotte und Leo wollten mit den Autos mitschwimmen, Axel und ich fuhren gemütlich mit 90-100 mit den LKWs mit. Am Samstag hatten wir mit dem Regen Glück. Es tröpfelte nur gelegentlich, nachdem es die ganze Nacht durchgeregnet hatte. Nachdem wir angekommen waren, fing es gegen Abend an und hörte nicht mehr auf. Morgens nach dem Frühstück zogen wir gleich die Regensachen an und nach ca. 20 km erreichten wir den St. Gotthart Tunnel, wo das Visier sofort beschlug. Drinnen war es warm und draussen nur 6 Grad kalt. Der Motor meiner Tenere stotterte kurz, bestimmt auch wegen der Feuchtigkeit, schnurrte dann aber weiter. Irgendwann in der Schweiz hörte es auf, zu regnen, aber die Regensachen boten auch Schutz gegen die Kälte. In Deutschland fing es dann wieder an, zu regnen und hörte bis zuhause nicht mehr auf.

Insgesamt bin ich 7200 km gefahren, das sind im Durchschnitt 240 km, habe 19 mal getankt, 10 mal das Zelt auf und abgebaut, 13 mal B&B und 7 Tage Ferienwohnung. Die Inspektion alle 6000 km ist überfällig. Ich habe eine Sitzbankschraube verloren, die ich dank Leo ersetzen konnte, die Drehzahlmesserwelle ist wohl gebrochen, seit dem Reparaturversuch geht auch die Tachobeleuchtung nicht mehr und der Benzinverbrauch ist von anfänglich 4,5 auf ca 6 Liter gestiegen. Was noch fehlt: Die Reisezeit war gut, noch besser wäre nur der Herbst gewesen, da sind die Campingplätze offen und das Meer warm. So war ich nur vereinzelt schwimmen ich wollte ja auch nicht krank werden. Italien hat ein Müllproblem. Der Müll wird Strassenweise in 2 Tonnen gesammelt und dann kommt ein kleines Müllauto, was nur diese kleinen Tonnen schafft. Die Leute haben aber hunderte Säcke nebendran gestellt, es stinkt zum Himmel. In der Stadt habe ich öfters abgebrannte Müllhaufen gesehen. Bestimmt wegen der Ratten. Toll im Süden, überall stehen Bauern, die Obst und Gemüse aus eigenem Anbau verkaufen und so meine Vitaminversogung sicherten. Die Leute waren sehr motorradfreundlich, ich wurde oft angesprochen habe auch Kleinigkeiten, wie Tempos oder einen Apfel zur Mittagspause in Neapel geschenkt bekommen. Ich würde jederzeit wieder fahren, habe viele nette Menschen getroffen, allerdings beim Campen nie gekocht, weil es überall günstig Pizzen oder leckere Meeresfrüchte gab. Von den tollen Nachtischen kann man nur träumen. Vielleicht geht es 2014 für eine Woche in die Toskana, dort gibt es leckere Zuppa Englese, das ist eine Rolle mit Pudding und Pistazien.
Andreas

2013 05 17 Riva Ligure

Andreas und ich (Axel) sind heute alleine unterwegs, Lotte und Leo schonen ihren Poppo für die Heimreise. Es ist ein kleine Tour von ca. 100 km geplant. Ziele sollen Apricale, Pigna und Dolceaqua sein. Diesmal vertragen sich das Garmin und die Tour über motoplaner recht gut. Apricale ist ein kleines Künstlerdorf mit vielen engen Gassen, wie irgendwie alle alten Dörfer im ligurischen Hinterland. Wir sind durch den Ort gestiefelt und haben auf dem Plaza dann einen Cappuchino getrunken. Ich freue mich immer wieder über die Preise für Cappuchini, 1,50 Euro sind ein üblicher Preis. Kurz vor Pigna sind wir nochmal hoch in den Schotter gefahren, allerdings war es oben in den Bergen bewölkt und nass, so dass wir bald wieder umgekehrt sind. Auf dem Rückweg ein kurzer Stop in Dolceaqua. Andreas behautet, dort wäre das Video zum Duett von Eros Ramazotti und Tina Turner "Cose della vita" gedreht worden, kann das jemand bestätigen? Der Ort ist jedenfalls malerisch. Auf dem Rückweg entdeckten wir in San Remo ein paar Surfer, die die hohen Wellen dieses Tages ausnutzten. Schon komisch, ich hab noch nie in voller Motorradmontur am Stand gesessen und mich dabei wohlgefühlt, so kalt war es an dem Tag. Zurück in der Ferienwohnung gings zum Abschlussessen. Dieses Mal kochten wir selbst. Es gab Spaghetti mit Muscheln oder Bolognesesauce. Nebenbei wurde die Rückreise geplant.

2013 05 16 Riva Ligure

Als ich (Axel) heute morgen rausschaute, regnete es, der Himmel war grau. Also zurück ins Bett und weiterschlafen. Gegen 8 stand ich dann aber doch mal auf. Nach langem Frühstück beschlossen wir, TD (technischen Dienst) an den Motorrädern durchzuführen. Die BMW fährt seit der letzten Inspektion nicht mehr optimal, bei 3t Touren verschluckt sie sich beim Gasgeben. Andreas Scheinwerfer ist locker, der Drehzahlmesser funktioniert nicht mehr und die Schraube von der Sitzbank ist weg. Kette und Öl vor der Heimreise zu kontrollieren ist ebenfalls sinnvoll. Also ab in die Garage, die ist glücklicherweise trocken und sogar beleuchtet. Bis wir dann fertig waren, hatte der Regen aufgehört, Lotte, Leo und Andreas brachen zu einem Spaziergang auf. Als sie wieder zurückkamen, regnete es schon wieder, also, Kaffee trinken und Uno zocken. Demnächst werden wir mal mit dem Kochen starten und dann ist der Regentag überstanden. Für morgen sieht es garnicht so schlecht aus.

2013 05 15 Riva Ligure

Heute war vom Wetterdienst Regen angesagt. Wir entschlossen uns, nach Monaco zu fahren und die Stadt zu besichtigen. Jeder von uns war schon mal in Monaco. Wir hielten zufällig vor der Gendamerie und beschlossen, den sicheren Parkplatz zu nehmen, auch wenn wir ein wenig laufen mußten. Wir liefen am Hafen entlang durch den Tunnel, hier wird schon wieder alles für die Formel 1 vorbereitet die Leitplanken und Zäune standen schon alle. Wir kamen am Jachthafen durch die Palastgärten hinauf zum Schloss, wo um 5 vor 1200 Wachwechsel war. Den wollten wir uns ansehen. Natürlich war der Andrang recht groß, die Soldaten sind noch in der schwarzen Winteruniform, im Sommer ist es eine weiße. Wir liefen weiter entlang der Gärten um den Palast und genossen die Aussicht. Als wir wieder in Monte Carlo waren, machten wir uns auf die Suche nach dem Rosengarten von Grace Kelly, nicht ohne vorher einen Kaffeestop bei MacD und die Oldtimersammlung vom Fürsten, die aus über 100 Fahrzeugen besteht, zu besichtigen. Auf dem Rückweg fing es dann an, zu tröpfeln, aber es hörte wieder auf und wir konnten trocken in unsere Wohnung fahren. Also schnell noch etwas einkaufen. Dann kochten wir uns ein Risotto mit Paprika, Pilzen und Zuchini, dazu gab es Minutensteaks und als Nachtisch hatten wir lecker Tartuffo Bianco und Nero Eis.

2013 05 14 Riva Ligure Nachtrag ab 2013 05 10

Ich war wieder auf der Schnellstrasse unterwegs in Richtung Genua. Ich hatte im Navi schnellste Route und Gebührenstrassen vermeiden so. So führte es mich hinter Sestri Levante über den Passo Bocco, was eine gute Abwechselung war. Ansonsten war ich auf der Schnellstrasse unterwegs, die hier auch sehr abwechselungsreich ist. Es geht laufend durch Tunnels und abwechselungsreiche Kurven mit Blick aufs Meer. Ich wollte unbedingt noch an Genua vorbei, um das Chaos für den nächsten Tag weg zu haben. Als ich es geschafft hatte und es anfing, zu regnen, suchte ich eine Unterkunft. Zuerst ein kleines Hotel, das war nichts. Also weiter. Ein Campingplatz war ausgeschildert. Ich dachte, er wäre am Meer, nein. Aber halt, hier war ich schon mal vor 4 Jahren mit meinem Sohn und gemietetem Wohnmobil gewesen, als wir einen schönen Urlaub an der Riviera de Ponente hatten. Die Leute waren sehr nett, hatten abends ein BBQ und das war ein schöner Abend. Also fragte ich nach und sie hatten einen Bugalow für mich. An diesem Abend gab es im Restaurant einen italienischen Abend für 8 Euro, Getränke extra. Ein Riesenspass mit vielen Holländern ca 30 Personen.
Am nächsten Tag ging ich dann die letzten 80 Km an, ein Kinderspiel. Schön nochmal eine Rast in der Großstadt Savonna, wo gerade Markt war und dann ein kleiner Halt in der kleinen Gemeinde Servo mit ihrer alten Kirche hoch über dem Meer. Nachmittags war ich dann in Final Ligure, setze mich erst mal ans Meer. Die Wohnungsschlüssel sollten wir erst ab 1600 bekommen. Ich ging dann erstmal zu Barbier, meine Haare waren lang geworden und dann wartete ich. Gegen 1530 kam eine SMS wo ich bleibe, Lotte und Leo sind schon in der Wohnung. Wie immer war Leo zu früh, ich hatte es geahnt. Ich fuhr dann hoch und suchte die zwei. Ich ließ meine Maschine auf der Strasse stehen, damit es Axel gleich findet und kurz nach 1600 war auch er da. Die Wohnung ist wunderbar, hohe Räume hell und alles neuwertig, eine Garage war ja auch dabei. Die Waschmaschine mußten wir lange suchen, die steht auf dem Balkon. Wir haben bis jetzt jeden Tag zusammen gekocht und geschnibbelt. Es macht viel Spaß, das Wetter hat sich bisher gehalten, obwohl die Berge in dunklen Wolken hängen. Ach so, Meerblick haben wir auch, den wir beim Frühstück und Abendessen geniessen.

2013 05 14 Riva Ligure

Heute war eine kleine Tour geplant, erstmal die Küstenstrasse längs, da kommt man morgens schon ins Schwitzen. Dabei war es gar nicht so warm, allerdings haben es die Italiener eilig und bedrängen einen von allen Seiten. Na endlich bei Imperia geht es ins Hinterland, wunderbar kleine Strassen und kein Vekehr, über den Col de Bartholome, wo uns auf der Strasse die Kühe und Schafe entgegenkamen. Zum Kaffeetrinken waren wir wieder in der Wohnung. Axel und ich gingen noch zum Schwimmen ans Meer und danach Einkaufen. Heute Abend gab es Spaghetti mit Schinken-Sahne-Sosse und als Nachtisch zauberte uns Axel einen Nachtisch mit Philladepia und Orangen und Ammarettis, die kleinen, die man zum Cappuchino bekommt, kleingemalen lecker.

2013 05 13 Riva Ligure

Da Andreas schon wieder zu faul, muss ich (Axel) wieder schreiben. Heute war der Plan, dass Andreas und ich versuchen, die Ligurische Grenzkammstrasse zu fahren. Die Chancen standen schlecht, da der Winter dieses Jahr recht lange andauerte. Gestern hatten wir über motoplaner die Fewo als Startpunkt und den Col de Tenda als Endpunkt geplant und mit Wegpunkten auffüllen lassen. Das hätte ich besser mal nicht gemacht. Das Navi routete uns sinnfrei zu einem Punkt neben der Autobahn und wieder auf die Autobahn zurück, also einen Umweg von 20km. Irgendwie vertragen sich die Website und das Garmin Navi nicht. Nunja, irgendwie haben wir Tenda gefunden und der Tunnel von Tenda war auch nicht weit. Dort nutzen wir die Wartezeit vor der Ampel für einen Blick auf die Karte, der Col de Tenda zweigte kurz vorher ab. Also raus aus der Schlange und auf die Strasse. Die Strasse gewinnt sehr schnell an Höhe, lauter kleine enge Serpentinen. Irgendwann dann Schotter - hippie. Bisher ging noch alles gut. Wenn mal etwas Schnee auf der Strasse lag, dann konnte man locker drüber fahren. Aber kurz vor der Passhöhe war Schluss. Auf dem Navi war das Fähnchen schon zu sehen, aber ein dickes Schneebrett versperrt den Weg. Als Rückweg sind wir erstmal durch den Tenda Tunnel und dann auf dem kürzesten Weg über Cueno wieder nach Riva Ligure gefahren, nochmal 180 km, Garmin im Modus "kürzeste Strecke". Auf jeden Fall haben wir die Reifenseiten heute fleissig strapaziert. Lotte und Leo waren heute fleissig: Schwimmen, Einkaufen und Wäschewaschen.

2013 05 12 Riva Ligure

Da Andreas zu faul ist, hier eine Zusammenfassung des Tages von Lotte und Axel: Wir standen zwar früh auf - naja, relativ - aber die Geschäfte waren noch zu und so gab es keine frischen Brötchen, aber wir haben ja Urlaub und haben Zeit. Nach ein paar Tassen Kaffee sieht die Welt gleich anders aus. Um 9:30 Uhr gab es dann Frühstück. Danach "warteten" Leo und Lotte die Moppeds, Leos bekam leckeres neues Öl und Lottes Öl und Luft kontrolliert. Danach gings los, Leo hatte nur eine "kleine" Tour geplant - eigentlich nur 100km - hörte sich sehr gemütlich an. Aber - zuerst machten wir unter der Leitung von Leos Navi eine Ortsrundfahrt durch Riva Ligure, dann gings langsam in die Berge, die Strassen wurden schmaler und schmaler, die Kurven dreckiger und dreckiger. Irgendwann waren wir in Triora, einer kleine alte Stadt hoch oben auf dem Berg. Fahren war dort nicht erlaubt, also alles zu Fuss. Die Strassen dort sind ca. einen Meter breit und alles ist hochgebaut. Dort sind wir mit dem Motorradklamotten durchgestiefel - im wahrsten Sinne des Wortes. Zum Abschluss gab es einen Kaffee. Danach sollte es zum Passo San Bernadino gehen, auf der Karte sah das ganz leicht aus und Schilder dorthin gab es auch, nur 19km. Nach 4 Kilometern drehten wir wieder um, dort standen komische Schilder, so dass wir uns nicht sicher waren, ob es überhaupt erlaubt war, weiterzufahren und dann war das halt eine Schotterpiste. Schotter - heute nicht. Also ab zum nächsten Tal, immer so, wie uns Leos Navi routet. Irgendwann standen wir in einer Sackgasse, das Benzin in unseren Tanks wurde immer weniger. Also Pause und die Karte studieren. Dort stellten wir dann fest, dass uns das Navi einen Streich gespielt hat. Nunja, machen wir das Beste draus. Rumdrehen und wieder zurück. Zurück gings über Pigna, immer noch keine Tankstelle, mittlerweile führen Leo, Lotte und Axel auf Reserver. Aber dann, in Dolcedeaqua gabs den ersehnten Sprit. Zurück gings über die Küstenstrasse - die wie immer voll und anstrengend ist. Die italienischen Rollerfahren überholen selbstmörderisch, durchgezogene Mittelstreifen werden ignoriert und Geschwindigkeitsbegrenzungen gelten für wen auch immer. Danach Kochen, Duschen, Babbeln und Fernsehen - fertig.

2013 05 11 Riva Ligure

Heute schreibe ich (Axel) mal: Treffpunkt war heute in Riva, nur Lotte und Leo, Andreas und ich hatten jeweils unterschiedliche Startpunkte. Ich schreibe von meiner Anreise von Colmars-Villars. Da ich alleine unterwegs war, hat das Frühstück nicht lange gedauert. Um 9 Uhr saß ich auf der BMW. Kurz tanken und dann gings hoch zum ersten Pass, den Col de Champs. Unten stand zwar, dass er noch geschlossen ist, aber vielleicht hatte ich ja Glück. Ohne Probleme gings hoch bis auf 1700m Höhe, dann stand da ein weiteres "Route barree" Schild und die Strasse war unter den Baumnadeln fast nicht mehr zu erkennen. Ok, ich riskiere es, weiter. 2 km weiter war Schluss, ein dickes Schneeebrett versperrte die Strasse. Am Rand waren Spuren von einem Landrover oder ähnlichem zu erkennen, durch ist aber noch keiner gefahren. Also rumdrehen und weiter Richtung Süden, dann wieder umdrehen die Gorges de Dalius hoch, um wieder an den Endpunkt des Col de Champs zu kommen. Weiter über den Col de Vars bis nach St. Martin de Versubie. Dort hab ich Mittagspause gemacht und eine kleine Runde zu Fuss durch die Stadt gedreht. So, zu einem meiner Highlights der Tour, dem Col de Turini. Unten steht schon wieder ein Schild - Route barree - es darf doch nicht wahr sein. Diesmal kommen aber von oben immer mal Motorradfahrer und auch Autos runter, meine Chancen steigen. Ich hatte Glück. ich konnte bis oben hinfahren und auf der anderen Seite Richtung Sospel wieder runter. So, nun den direkten Weg zur Küste und noch ein kleines Stück auf der Küstenstrasse. Um 16 Uhr war ich an der Fewo, ich war zwar pünktlich, aber der Letzte, sowohl Andreas also auch Lotte und Leo waren schon da.

2013 05 10 Colmars Villars

Heute schreibe ich (Axel) mal: Das Wetter sieht eher bescheiden aus. Wenigstens regnet es gerade nicht, als wir die Moppeds aufrödeln. Zuerst gehts runter zum Lac de Annecy und dann über kleinste Strassen Richtung Grenoble. Der Motorrad Routenplaner hat es zu gut mit uns gemeint und wirklich jede Kurve zwischen Annecy und Grenoble mitgenommen, ist aber irgendwie nicht das Richtige für dieses Wetter mit vollbepackten Motorrädern. In Grenoble machten wir Mittagspause und machten einen Schlachtplan für den Rest des Tages. Schliesslich wollten wir ja in zwei Tagen in Riva sein und trotzdem noch ein paar der schönen Pässe mitnehmen, der Laurent und der Allos waren immerhin schon auf. Also haben wir uns getrennt. Lotte, Leo und die Suzukis fuhren auf Nationalstrassen nach Castelane und die BMW und ich über die Pässe. In Briacon gabs einen Abzweig zum Col de Izzoard, allerdings stand überall "Route barree". So früh war ich bisher noch nicht in den Alpen, wollte mich doch mal überzeugen, was die mit "Route barree" meinen. Also hoch. 7 km vor der Passhöhe fingen die ersten Schneefelder an, allerdings gingen noch Spuren von Geländewagen durch. Mit der Michelin Sirac bereiften BMW bin ich noch durch die ersten zwei Felder durchgefahren, dann hab ich umgedreht. Macht nicht wirklich Sinn. Also weiter bis nach Barcellonette. Um 4 war ich da, die Sonne schien, also konnte ich noch etwas fahren. Also hoch über den Allos. Ein wirklich sehr schöner Pass, ganz schmal und ursprünglich. Mit ursprünglich meine ich, das die Strasse schon irgendwie sehr natürlich den Pass hochgeführt wird, nicht wie zB. der Grossglockner, wo die Kehren mit dicken Stempeln in der Luft hängen, nur um grosse Radien zu ermöglichen. Oben auf der Passhöhe war kein Passchild zu sehen, rechts und links der Strasse 2m Schnee - erinnerst irgendwie an den Skiurlaub. Am Fuss des Allos in Colmars Villars habe ich mir ein Nachtquartier gesucht, ein Hotel mit HP für 61 Euro mit Garage für die BMW.

2013 05 09 Platzhalter

2013 05 08 Marina di Bibbona

Wieder hat es mich erwischt. Ich wollte den Tank wie immer leer fahren. Beim Umschalten auf Reserve sprang die Tenere aber nicht wieder an. Auch im Stehen war nichts zu machen, sie kam nicht. Ich wollte die Zündkerze ansehen, kam aber wegen des neu montierten Sturzbügels nicht dran. Also zuerst demontieren und das bei praller Sonne auf einer Ausbuchtung auf der Schnellstrasse. OK - Sturzbügel ab, Zündkerze raus, trocken. Ich ersetzte sie gleich durch eine neue. Aber mitlerweile war auch die Batterie schwach geworden und alle Versuche, jemand anzuhalten, waren zwecklos. Ich hatte noch die Idee, dass es die Benzinpumpe ist, an der es hängt. Hatte ja auch vorher schon die Maschine auf die Seite gelegt. jetzt zog ich den Schlauch des einen Benzinhahns auf und blies rein. Es blubberte. OK also erst auf der anderen Seite den Bezinhahn zu. Jetzt keheonnte ich Druck drauf geben. So jetzt nochmal Zündung an, START, es funktionierte und ich konnte weiterfahren.

2013 05 07 Rom

Heute habe ich mir noch den Ausflug nach Rom gegoennt. War gar nicht teuer. Das Tagesticket fuer alle oeffentlichen Verkehrsmittel kostet 6 E. Die habe ich alle genutzt. Habe beim Kolluseum gestartet. Was soll ich schreiben? Hier ist alles gewaltig, die Entfernungen gross. Ich habe mir auch ein neues T-Shirt geleistet, nachdem ich beim ersten Toilettengang entdeckt habe, dass da noch die Flecken vom Spaghetti mit Meeresfruechten drauf waren. Sind bei der Handwaesche nicht rausgegangen. Das shirt ist toll, mit den Staedten und Sehenswaerdigkeiten, hat auch nur 6 E gekostet, faellt mir auf. Das Beste war der Vartikan. Also - riesig, der Petersdom. In den Frontbereich koennte mann die Alzeyer Kirche reinstellen und auf der Kuppel war ich auch. 530 Stufen, mann, heute weiss ich, warum ich fertig bin und schlafe bestimmt gut. Morgen starten Lotte, Axel und Leo. Wuensche euch ein gute Anfahrt und wenn es schwer wird, denkt dran, wie schoen es hier ist, wie es alles duftet und an das schoene Wetter. Beim Start ist es bei euch ganz schoen frisch. Nachdem ich den Tag verbummelt habe, haben wir fast die selbe Strecke zu fahren, je nach Umwegen.

2013 05 07 - Dienstag

Heute morgen, als ich das Zelt abbaute und mich von den Moskitos loechern liess, drehte ein Kunstflieger ueber dem Gebiet seine Luppings. Warum ich das erwaehne? Ich machte wenig spaeter meine Fruehstueckspause, fuhr dann weiter, als mein Motor hochdrehte. Nein, kein Gang rausgesprungen. Oh Schreck, sollte das das Ende sein? In meinem Kopf stellte ich mir schon vor, wie ich schnell wieder nachhause komme, um mit der Ersatzmaschine zu starten. Ich rollte aus, natuerlich eine bloede Stelle, direkt hinter einer Kurve. Ich schob sie weiter zu einem schattigen Platz und immer noch drehte der Flieger seine Runden. Dann sah ich das Maleur: Die Kette war runtergesprungen, aber die Ursache war die Schwachstelle, das Kettenschloss war kaputt, die Kette zwar noch zusammen aber so wuerde ich nicht weit kommen. Die Autos rasten vorbei. Als ersten konnte ich einen Traktor stoppen, der mir sagte, es gebe eine Motorradwerkstatt 2Centros weiter und zeigte in die andere Richtung. Ich dachte zuerst 2killometer, schaute dann im Woerterbuch nach, nein das war 2 Staedte weiter. Ich versuchte, mich als Anhalter. Die Autos sausten weiter, ich bereute schon die Maschine auf die Seite geschoben zu haben. Wer nimmt einen Mann mit Kombi und schweren Crossstiefeln mit. Ich zog mir mal die Turnschuhe an, der Weg konnte ja weit werden und schloss meine Maschine so gut es ging ab. Jetzt klappte es, ein Auto hielt an und legte den Rueckwertsgang ein. Es war ein Rentner. Bruno, der mich zuerst in die naechste Werstatt fuhr, die verwiesen auf Yamaha in Latina. Auch dort fuhr mich Bruno hin und erklaerte dem Werkstattleiter, wo meine Maschine steht. Ich wollte Bruno wenigstens Spritgeld geben, das lehnte er ab und sagte ich haette doch bestimmt das selbe getan. Nun gings weiter, die Maschine musste erstmal in die Werkstatt, um mir dann zum Schluss doch eine neue kette aufzuziehen. Schoene Gruesse an Wolfgang. Er hat mir geraten einen neuen Satz zu montieren. Nachmittags um 1430 war ich wieder auf der Strasse. Mittlerweile regnete es, aber den Kombi brauchte ich nur 20 km, dann konnte ich aus dem Regen rausfahren und kam dann doch beizeiten auf einem Campingplatz vor den Toren Roms an. Direkt am Meer gelegen, der Strand mit schwarzem und hellem Sand gibt bei jeder Welle neue muster und bei Sonnenschein glitzert er wie der Sternenhimmel

2013 05 06 - Montag

Na das war ein Ding, bis ich um Neapel herum war. Dabei habe ich auf anraten vom Campingplatbesitzer die Autobahn benutzt. Die bestand aber nur aus Stau aber mittendurch waere es bestimmt auch nicht besser gewesen. Als ich dann in Terracina wieder auf die Küstenstrasse traf, hatte ich auch wieder Sonnenschein. Es hatte auch in der Nacht wieder geregnet aber da ist es ja egal. Ich fuhr dem Regen hinterher, durfte nicht zu schnell sein. Also noch mal 2 Fruehstueck in Teracina. Dort hielt ich vor einer Apotheke, dessen Bezitzer rauskam, um sich zu erkundigen, wo ich denn herkomme. Später ging ich als Kunde rein, um Taschentuecher zu kaufen. Prompt bekam ich 2 Paeckchen geschenkt. Also als Motorradfahrer hat man es echt gut in Italien. Zum Mittagessen gab es dann auch was Warmes, so etwas wie einen italienischen Döner. Eine rohe Wurst wird aufgeschnitten und gebraten. Dann kommt noch Spinat und nach Wunsch Zwiebeln, Pilze usw. rein. Das Ganze wird dann noch mal in einem Panini (großen Brötchen) aufgebacken, lecker. Gelandet bin ich an dieser wilden Küste bei Sabaudia, ca. 50 km unterhalb von Rom. Ich habe es geschafft, ich bin der einzige Gast auf dem Campingplatz und die Seniorita passt auf. Kann also nichts schief gehen. Ach und sobald die Sonne weg war, hat es geregnet. Das gibt eine lange Nacht, hier ist nichts los.

2013 05 05 - Ruhetag

Die kleine Ortschaft, in der mein Campingplatz liegt, ist genau gegenueber von Neapel und dem Vesuv. Heute Nacht war Gewitter und dann hat es ordentlich weitergeregnet. Toi toi toi, das guenstige Zelt von Polo haelt dicht. War der erste richtige Test. Heute war ich dann in Neapel und sie fahren hier wirklich kreuz und quer. 2 spurige kleine kreisel, in denen man die Spur wechseln muss und ueberall die Roller, die auch eine 3 koepfige familie transportieren, sind keine Seltenheit. Von einem Helm fuer den kleinen Passagier keine Rede. Danach war ich baden. He, der Golf von Neapel hat hier 22,9 Grad. Richtig gut. Morgen gehts weiter Richtung Rom.

2013 05 04 -

Ich habe einen neuen Favoriten bei Motorradstrecken: Die Amalfiekueste. Die Strassen sind breit genug für 2 Autos, aber man muss auch mit Bussen rechnen. Der Strassenbelag top und so windet sich die Strasse entlang der kleinen Buchten, hoch und wieder runter. Was fuer ein Spass. Prima ist, dass in den Spitzkehren Spiegel angebracht sind. Natuerlich aussen, so sieht man ob was kommt.

2013 05 03 - Paola

Heute habe ich die schöne Küstenstrasse von gestern noch mal abgefahren. Das fehlte natürlich später. So bin ich nur 100 km vorangekommen. Wenn es klappt, fahre ich das morgen wieder raus. Bin wieder bei B&B. Die Campinplätze sind meistens noch geschlossen. Das Bild ist die Küstenstadt Paola. Dort ist ein grosses Fest anlässlich ihres Stadtheiligen. Zuerst wurde der Schrein mit vielen Booten an Land gebracht. Sogar ein Hubschrauber war unterwegs. Dann gab's ein Feuerwerk am hellichten Tag mit Boellerschüssen, dass die Hosenbeine wackelten. Die Trikolore wurde auch in den Himmel gebrannt und zog langsam dahin und dann gab's einen Umzug durch die Stadt. Das Boot wurde auf einem Wagen mit Muskelkraft gezogen und die Leute schlossen sich an. Damit alle gleichzeitig beteten, war Männer mit Lautsprechern und Funkübertragung dazwischen. Und die ganze Küste entlang ist Jahrmarkt, ihr seht ja wie lange die ist.

2013 05 02

Heute bin ich Richtung Norden durchs Landesinnere gefahren. Es war schon morgens unerträglich heiss und die Berge waren eine gute Idee. Es ging über Roccaforte de Greco ueber 1379 m und da oben war es so wie bei uns im Odenwald. Gegenüber der Kueste alles noch zurückgeblieben. Da blühen gerade die Kirschbäume und es gibt dichte Eichenwälder. Sogar den ersten Windpark habe ich dort gesehen. Ist wohl noch nicht in Betrieb. Dort machte ich eine kurze Mittagsrast. Als ich weiter ins Tal fuhr, musste ich noch mal Siesta halten, so heiss war es. Bei Palmi ereichte ich die Küstenstr und weiter bei Noppolo, wo ich mir einen Campingplatz suchen wollte, wurde aber weitergeleitet. Bin jetzt in Tropea. Hier ist es so schön. Traumstrände und tolle aber schmale Kuestenstrassen, die sich über Serpentinen rauf und runterwinden , toll.

2013 05 01 - Ganz unten, nein an der Spitze

So heute bin ich das letze Stück runtergekurvt. Die Schnellstrasse ist aber oede. Da ist 50 zu fahren, keiner haelt sich dran, aber die Carabinieri sind unterwegs. Besser sind hier die Ausflüge ins Landesinnere. Morgen muss ich mich entscheiden. 2 Tage Sizilien oder langsam nach Norden. Ich war ja mit meinem Sohn schon mal dort, muss also nicht sein. Mal sehen was das Wetter macht. Heute bin ich also am Cap angekommen. Was für ein Verkehr. In I ist auch Feiertag und so habe ich mir einen ruhigen Campingplatz im kleinen Marina di Lorenz gesucht. Keine Lust auf grosse Städte. Dort angekommen machte ich erst mal Siesta. Nebenan eine Festa. Eine Familie hat sich hier getroffen und feiert den Geburtstag des 2jährigen Mario. Kommt der Senior rüber und fragt, ob ich Hunger habe. Es wäre noch viel übrig. Ihr kennt mich. Mille Gracie. Also packen sie mir einen Teller mit Reis und Gemüse, den anderen mit verschiedenem Fleisch voll und Brot und Orangen und Bier. Der Senior ist aus Catania und sagt Festa Catania. Später haben sie dem Kleinen Happy Birthday auf Italienisch gesungen. Ich kam vorbei habe es auf deutsch gesungen und schon hatte ich einen Teller mit Kuchen in der Hand und mit Sekt anstossen musste ich auch noch. Ich kann nicht mehr.Cin Cin.

2013 04 30 - Sant Andrea Apostolo

Heute morgen ging's weiter von Policoro, von wo man wieder Berge sah. Aber unten, in den Taelern, stehen hier viele Orangen und Zitronenbäume. Mehr als Olivenbäume. Weiter war auf den Spitzen der Berge sogar Schnee zu sehen. Heute morgen um 0900 hatten wir schon 29 Grad. Gegen Mittag bin ich dann ins Landesinnere gefahren. Die Hitze ging zwar nicht zurück, aber der Fahrspass kam. Tolle Strecke mit vielen Spitzkehren. Das Gebiet nennt sich Picolo Calabria. Na dann bin ich mal auf morgen gespannt. Da komme ich nach Calabrien. Meine Unterkunft ist wieder B&B. Hochgelegen mit fernsicht aufs Meer. Hoffentlich komme ich noch mal zum Zeltaufbauen. Das modert jetzt schon 3 Tage vor sich hin. Heute habe ich bei Decatlon eine neue Luftmatratze gekauft, selfinflating versteht sich. Die Alte ist beim letzten Zusammenrollen geplatzt. Im Notfall hätte ich ja Flickzeug dabei, aber das lohnt sich nicht. Sie hat irgendwo anders auch Luftverlust. War ja auch schon 7 jahre alt und hat einige Touren mitgemacht. Die Neue ist nur halbsogross im Durchmesser also auch mehr Platz.

2013 04 29 - Taranto

Heute bin ich in den Absatz reinfahren. Die Strassen waren fast immer kerzengerade aber Tempolimit 50km/h bis Tarantula. Wunderbar neben dem Meer entlang und trotzdem abwechselungsreich. Mal Duenen, mal Lavagestein und dann das Aus fuer mein Navi. Es mag nicht mehr. Und das ausgerechnet vor der Grossstadt. Jetzt brauche ich eine bessere Karte. der Massstab ist zu gross und die naechsten Orte stehen nicht drauf. Ich habe dann gefragt und ein Baecker hat mir erklaert, das ich nur Reggio Calabria hinterherfahren muss. Das ist ja ganz unten. War auch nicht so einfach, aber es gibt nur diese Schnellstrasse hier. Die musste ich erstmal nehmen. So - Zelten war schon wieder nicht. Der Campingplatz hat die Örtlichkeiten noch nicht offen. Jetzt habe ich einen kleinen Bungalow. Mein Mopped glaenzt auch wieder. ich durfte es hier auf dem Platz putzen aber von wegen Abfluss versickert alles und nebenan quaken die Froesche. Na denn Gute Nacht

2013 04 28 - Palast

Ich will euch mein Zimmer nicht vorenthalten. Das Haus heisst Palast und so ist es auch Deckenhoehe 6m und das in jedem Raum. Also heute ist Ruhetag. Ich war dann nur am Absatz. Dort steht ein riesen Leuchtturm und eine beruehmte Basilika. An diesem Felsen entspringt dann eine Quelle und plaetschert runter zum Meer. Als ich dann so rumgelatscht bin, habe ich gespürt, warum Suedlaender Siesta halten. Das habe ich auch gemacht und ein Bild gemalt. Den hecktischen Touristen zugeschaut , tja so gehts auch.

2013 04 27 - Sonnenaufgang in Rosa Marina

Heute morgen hatte ich 17 Grad im Zelt, aber das Beste war der Sonnenaufgang um 0600. Die Steine im Wasser sind Lava. Jetzt bin ich ganz unten im Absatz. Die Vegetation wurde karg und Felsig. So, wie hoch oben in den Bergen und die Küstenstraße schlägt ihre Haken und ich hinterher. Gegen Nachmittag zogen sich die Wolken zusammen und ich suchte einen Zeltplatz, fand ihn aber nicht gleich. Das war mein Glueck. Ich bin jetzt in Gagliano del Capo bei der schöne Frankona. Da bin ich natürlich gleich umgeschwenkt und bleibe morgen auch noch. Wäre eh Ruhetag und das zum gleichen Preis wie auf dem Zeltplatz. 15 Euro und noch Frühstück dabei und meine Wäsche bekomme ich auch noch gewaschen. Wie kann ich das wieder gutmachen? Morgen schaue ich mir Marina de Leuca an. Da wollte ich eigentlich auf den Campingplatz. Da ist ganz schön was geboten. Leuchtturm und Grotten. Die nächsten 2 Nächte bete ich fuer mein Mopped. Die Ragazzi haben sich schon Intressiert. Teneres sind hier begehrt. Es werden ueber 2000 Euro aufgerufen -Tenere heisst übersetz durchhalten. Finde ich passend. Ich habe jetzt 2700 km gefahren.

2013 04 26 - Flachland

Heute morgen hatte ich 12,9 Grad im Zelt. Es ging. Als ich heute morgen weiterfuhr, war es 0900, also auch nicht später als sonst, das ist OK. Das Fruehstueck habe ich dann nachgeholt. Jetzt habe ich die Berge hinter mir gelassen und es kam der Gemuesegarten Italiens. Erntehelfer waren bei der Arbeit. Gurken, Kartoffeln und Karotten konnte ich im Strassenverkauf sehen und Wassermangel herrscht hier nicht. Als ich einem Schild nach archologischen Ausgrabumgen ins Hinterland nach Canne folgte, musste ich eine 50m lange Wasserdurchfahrt meistern. Hier hatte es in der Nacht geregnet und das Hinweischild sagte, dass es hier öffters so aussieht und untendrunter war ja schliesslich Asphalt. Also durch und blosZ nicht stehenbleiben. So, jetzt sieht sie wirklich so aus, als Wäre ich eine Rallye gefahren. Im Folgenden kam ich dank Navi weiter ins Landesinnere was ich witzig fand. Bei Fassano sind die Haeuser wie unsere Trullos (Wingertshäuschen) gebaut, nur haben sie hier angebaut und es sind mehrere nebeneinander. Das Zelt ist wieder aufgebaut und ich hoffe es bleibt stehen. Der Wind frischt auf und was der Boden gestern zu hart war ist er heute zu weich (Sandboden). Ich habe schon ueberlegt, mir aus Plastiktueten mit sand anker zu machen, aber solange es nicht regnet, ist es nicht so schlimm, wenn mir der Himmel auf den Kopf faellt.

2013 04 25

Gestern die Mail ist wohl verlorengegangen. Also - übernachtet habe ich in Penne, eine mittelalterliche Stadt. Die abendliche Stadtbesichtigung war toll. B&B in der Stadt ist aber nicht mein Ding. Heute bin ich dann die Wolfskralle abgefahren. So würde man beim Hundebein sagen. Das ist der Zipfel über der Ferse und der fällt, auch wenn er klein aussieht, gross aus. Ich bin heute 7 stunden gefahren, habe kaum Pause gemacht und bereue es nicht. Tolle Gegend, abwechselungsreich, eine spitzkehre nach der anderen und schöne Badestrände. Die küstenstrasse bin ich zwischen RodiGarganico über Vieste bis Punta Rossa gefahren und übernachte heute dann das erste mal im Zelt. Es ist fast Vollmond und es zieht an. Mal sehen, wie die Nacht wird.

2013 04 24 - Penne

Heute penne ich in Penne. So heisst das hier wirklich. Ist eine mittelalterliche Stadt in den Abruzzen. Ich hätte nicht gedacht, so weit südlich noch Schnee zu sehen, aber die Berge gehen an die 2900m. Wau. Man sieht sie auf dem Bild links über dem Motorrad und vorne schwitze ich in der Sonne. Heute bin ich ein gutes Stück weitergemommen, bin zufrieden und schlafe bestimmt gut. Ich habe nur zur Mittagspause umd für das Nachtquartier Haken ins Landesinnere geschlagen. So bekomme ich ein Stück.

2013 04 23 - Klasse Kurven

Nach dem Abschied von Santarcangelo di Romanga fuhr ich weiter nach San Marino. Es liegt auf 2 Bergen, die miteinander mit einer Seilbahn verbunden sind. Ich hatte erwartet, dass es hier günstiges Benzin gibt aber nein. Also tankte ich wieder in Italien. Der Liter Senza piombo kostet ca 1,70 Euro. Wenn ich wieder zuhause bin, sehe ich unsere Preise wieder als Angebot. Danach wollte ich doch endlich mal das Meer sehen und verbrachte meine Mittagspause auf einem Steinsteeg unterhalb von Rimini. Nach der Pause fuhr ich aber bald wieder im die Berge was einfach mehr Spass macht und fuhr einfach kreuz und quer, was mich heute tatsächlich nur 85km weiterbrachte bei gefahrenen 220km. Aber das war Spass pur. Am besten war es, nachdem ich eine tolle Unterkunft gefunden hatte. B&B für 40 Euro - aber ich habe eine tolle Ferienwohnung. Jetzt konnte ich ohne Koffer fahren. Endlich frei Bahn mit Marzipan. Ich schaute mir noch Mondavio an, eine tolle Festungsstadt.

2013 04 22 - Was für ein Tag

Gestartet bin ich heute morgen im Regen. Es war gemeldet, dass es auf dieser Seite der Toskana den ganzen Tag regnet aber kaum 10 km gefahren hoerte es auf und ich entpellte mich für die Sonne. Ich war auf der Suche nach einem Yamaha Händler. Der Erste hatte heute Vormittag ausgerechnet geschlossen, was bedeutet, dass er pomerigo um 1500 öffnet. So lange wollte ich aber nicht warten. Meine Maschine ist ja noch fahrbereit, ich hatte aber festgestellt, dass eine Rolle der catena - äh - Kette eingelaufen ist. Das könnte zu einem Problem werden. Also weiter. In Bologna entdeckte ich im vorbeifahren eine Yamaha Werkstatt. Die verwies mich auf einen Händler 2 Strassen weiter. Dank Navi schnell gefunden sagte er mir, dass die Rolle kein Problem darstellen würde, aber die Kette zu locker wäre. Sie stellten sie kostenlos nach. Leider zu viel. Ich habe es ihnen ja gesagt: ¿Nicht zu stramm¿. Also an der nächsten Werkstatt einen 22 Schlüssel ausgeliehen (fehlt leider im meinem Bordwerkzeug) und wieder gelockert, glücklicherweise alles ¿fuer umme¿. Also dem schönen Wetter hinterher durch Imola in Richtung Rimini. Kurz vor Rimini habe ich mir B&B gesucht, gefunden oberhalb der Kirche auf dem Bild. Also Yamaha Händler gibt es hier am laufenden Band. Mal sehen ob ich noch so eine Rolle als Ersatz auftreibe- übrigens Zuhause habe ich noch eine.

2013 04 21 - Toskana

Heute musste ich weiter, nachdem ich gestern einen Ruhetag eingelegt habe und mir Regenstulpen, die nicht bei meinen Regensachen dabeiwaren (dumm gelaufen) im Daineseshop in Riva besorgen. Das B&B in Limone war super und fast so günstig wie auf dem Zeltplatz und dazu noch trocken. Was will man mehr. Also - heute morgen regnete es mal wieder. Aber egal - die Westseite des Gardasees entlang. Die Windsurfer fuhren mit mir um die Wette. Leider machte der Regen nur kurze Pausen und Regenkombi an und aus macht keinen Spass. Erst in der Toskana hatte ich trockene Stassen und Kurvenspass. Gelandet bin ich heute in Guiglia, das wie ein Adlernest auf einem Hügel liegt. Dort machte ich meine Capucinopause. Als ich weiterfuhr, kamen mir dicke Wolken entgegen und es fing kräftig an zu regnen. Da ich keine Lust auf Regenkombi hatte, fuhr ich zurück und es kam ein kräftiges Gewitter. Also suchte ich mir eine Unterkunft. Morgen geht es über den Bergpass, der die Wetterschneise ist.

2013 04 20 - Immer noch Gardasee

Der Gardasee hat mich wieder mal gefangen, ich habe einen Tag verlängert. Nachdem ich das Wetter gesehen habe, hatte ich keine Lust, heute eine große Tour zu fahren und habe den Sonntag vorgezogen. Ich nutzte die Zeit um in Riva ein paar Regenstulpen zu kaufen. Im Daineseladen und dementsprechend teuer, aber das Wetter sagt, ich brauche die noch. Witzig fand ich das Riva und Bensheim an der Bergstraße heute 25 Jahre Partnerschaft feiern. Genauso alt wie mein Mopped. Alle waren da, der Bürgermeister und ein Chor und es gab ein Konzert mit klassischer Musik. Toll, wen man dabei vor Augen hat, wo die Leute herkommen. Von meinem Garten kann ich ja direkt auf Bensheim schauen.
Am Abend war ich in einer katholischen Messe natürlich in italienisch. Morgen Abend wäre die Messe in Deutsch, aber da bin ich vermutlich über alle Berge.

2013 04 19 - Gardasee

Heute morgen hat es natürlich geregnet. Aber egal, der Weg ist das Ziel. Also erst mal gut gefrühstückt. Gegen 0900 war ich fertig, mitlerweile fusselte es nur noch. Aber egal, die Regenkombi musste an. Bis über den Fernpass waren die Strassen nass und trockneten ab, aber ausziehen wollte ich die Kombi noch nicht. Es war noch recht frisch. Erst als ich über den Reschenpass war und es wärmer wurde zog ich sie aus. Den Wolken war immer noch nicht zu trauen aber die Mittagspause zwischen den Apfelbaumen im Sonnenschein war herrlich. Aber zu viel Zeit durfte ich mir auch nicht lassen, schliesslich hatte ich mir wieder 400 km vorgenommen. Über Meran ging es nach Lana. Von diesen Kurven träme ich noch immer. Genial wie man Kurven bauen kann, wo eine Beschränkung von 50 km/h ausreicht, um die Fussrasten schleifen zu lassen, aber das traue ich mich mit meinen Koffern eh nicht. Gegen 1700 erreichte ich den Gardasee. Zwischendrin hatte es auch mal getropfelt aber man sah schon wieder die Sonne - also weiter. Herrlich, endlich wieder am Gardasee. Ich liebe ihn. Als Erstes fuhr ich mal auf den bekannten Campingplatz, wo aber kein Pächter da war, 24 Euro wären für Zelt und 1 Person fällig. Nachdem ich am Steeg das Internet bemüht hatte, wusste ich: Für die Nacht und den nächsten Tag Kühle und Regen. Also fragte ich nach B&B und wurde fündig: mit HP 40 euro. Jetzt sitze ich draussen, es regnet auf die Markise umd lasse mir mein 3 Gäng Menü schmecken.

2013 04 18 - 3 2 1 Los

So: Mein Knöchel ist wieder abgeschwollen und so konnte ich heute vormittag losfahren. Erst mal Autobahn bis Bruchsal um ein Stück zu bekommen dann querfeldein, nein, aber Landstrasse bis Bad Urach, wo ich meine Mittagspause machte. Herrlich im Sonnenschein unter der Burgruine am kleinen Wasserfall. Es gibt dort auch einen mit 50m, das war mir aber zum laufen zu viel. Als ich meine Fahrt fortsetzte, machte ich den Fehler, nur auf mein Navi zu hören und meine karte nicht umzublättern, So führte es mich zu weit östlich nach Ulm umd um Ulm herum. Ohne Witz, dort war eine Umleitung und ich mussste eine Ehrenrunde drehen. die Klamotten zog ich nach System Zwiebel nacheinander aus. Es waren 27 Grad und in den Stadten richtig heiss. Na, so kann es weiter gehen. In Nesselwang angekommen wurde ich freudig von Rosel empfangen und sie schlug vor, gemeinsam etwas essen zu gehen. Wo es allerdings keine Haxen gab, aber die Jägerschnitzel mit Spätzle waren auch sehr lecker. Zum Nachtisch gab's "was Süsses", so nennen sie hier einen Espresso mit einem Bällchen Vanilleeis. So jetzt bin ich noch auf einen Absacker im Fernsehpartykeller. Die Wirtin hat mir freie Hand gegeben, ich brauche nichts aufzuschreiben... Na denn Prost!

2013 04 15 - Spätstart

So das Motorad ist jetzt gesegnet. Leider bin ich noch nicht so weit. Nachdem ich letzte Woche die Grippe hatte, habe ich nun eine Allergie gegen die Tabletten. Schon verrückt. Heute vormittag war ich beim Doc, der mir eine Kortisoninfusion verabreichte. Neuer Starttermin ist nun Donnerstag.

Einleitung - 36 Tage Italien, einmal um die Stiefelspitze

Am Montag den 15. April 2013 geht es auf große Tour, ich habe mich für meine kleine 600 Yamaha Tenere,48 PS, 89000 Km entschieden, mit der ich am liebsten gemütlich um die Kurven schwinge. Schließlich will ich das Land erkunden und bei der Kleinen passt es einfach. Ich stehe gerne auf ihren Fußrasten und erkunde die Welt. Am WE werden die neuen Koffer gepackt, mal sehen ob da wirklich alles reingeht. Schließlich soll es unterwegs ja an nichts fehlen. Beim Camping braucht man schon ein bisschen mehr. Aber Haupsache die Karten (äh Bankkarten die anderen sowieso) sind dabei. Ich befinde mich ja noch in Europa und es gibt alles zu kaufen. Im moment kuriere ich noch meine Grippe aus habe noch einen Termin beim Zahnartzt bekommen und dann kann ich nächste Woche durchstarten.
Ich habe vor, jeden Tag max. 300 Km zu fahren, heisst aber auch, am Anfang erstmal Gasgeben bis an die Mittelmeerküste, wo die Temperaturen zum Zelten hoffentlich angenehm sind. Im Folgenden berichte ich täglich, was ich so erlebt habe. Das heisst, ich schicke es, wenn ich mein Tagesziel erreicht habe an Axel der es dann am nächsten Tag einstellt.
Vielen Dank Axel.
So - und jetzt hoffe ich auf viele Nächte bei angenehmen Temparaturen unter dem Sternenhimmel, bevor ich auf Lotte, Axel und Leo an der Riva Ligure an der französischen Grenze treffe und wo wir gemeinsam eine Woche in einer Ferienwohnung verbringen, schöne Touren und Gbrillabende haben, bevor es gemeinsam wieder nachhause geht.
Ich freue mich schon, Andreas